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Autokauf: Preis und Verarbeitung müssen stimmen

Ipsos-Studie ergab: Vor allem für Frauen sind Herkunft, Marke und Aussehen des Neuwagens weniger wichtig

Hamburg/Mölln, 06.09.2005. Die größte Rolle beim Autokauf spielen wirtschaftliche Aspekte. 44 Prozent der deutschen Autobesitzer geben an, der Preis spiele eine „sehr große Rolle“, 42 Prozent messen ihm eine „große Rolle“ beim Entscheidungsprozess zu. Frauen entscheiden beim Autokauf noch preisbewusster als Männer. Für ostdeutsche Autofahrer (49% „sehr große Rolle“) spielt der Kaufpreis eine größere Rolle als für die Westdeutschen (42%). Und: vor allem die Besitzer von japanischen Wagen legen bei ihrer Kaufentscheidung größten Wert auf einen attraktiven Preis (53%).

Die repräsentative Studie, bei der das Marktforschungsinstitut Ipsos in Kooperation mit der Fachzeitschrift „planung&analyse“ im August dieses Jahres 700 Pkw-Besitzer befragte, ergab weiterhin, dass Qualität und Verarbeitung (39% „sehr große Rolle“) sowie Wirtschaftlichkeit (36%) die Kaufentscheidung stark beeinflussen. Für Besitzer deutscher und japanischer Fabrikate spielten diese Kriterien beim Kauf ihres Fahrzeugs eine besonders große Rolle.

Weitaus weniger bedeutend als die rationalen, wirtschaftlich orientierten Kaufaspekte sind bei der Mehrheit der deutschen Autofahrer emotionale und funktionale Gesichtspunkte bei der Fahrzeugauswahl. Das Aussehen/Design eines Fahrzeuges spielt aber immerhin noch bei 27 Prozent der deutschen Autofahrer eine „sehr große“, bei 41 Prozent eine „große Rolle“ und auch die Ausstattung wird noch bei 67 Prozent sehr stark bis stark in den Kaufentscheidungsprozess mit einbezogen. Dabei legen Männer interessanterweise deutlich mehr Wert auf das Aussehen/Design eines Autos als Frauen – für 15 Prozent der Frauen ist dieser Aspekt gar bei der Kaufentscheidung völlig belanglos (Männer 9%).

Die Marke (23% sehr große/33% große Rolle) und das Herstellerland (22%/22%) fallen beim Kaufprozess vergleichsweise weniger ins Gewicht, wobei die Präferenz für bestimmte Marken und Herstellerländer bei Männern und älteren Personen (ab 55 Jahren) deutlich stärker ausgeprägt ist als bei den Frauen und jüngeren Fahrern bis 34 Jahren. Für die Mehrheit der Besitzer von ausländischen Modellen haben Marke und Herstellerland beim Kaufentscheid für ihr jetziges Fahrzeug keine besondere Rolle gespielt, anders als bei Fahrern deutscher Modelle.

Für gut jeden dritten Fahrer (38%) spielte das Herstellerland, für jeden Fünften (23%) die Marke überhaupt keine Rolle bei der Kaufentscheidung für ihren jetzigen Pkw! Frauen sind da noch konsequenter – Hauptsache das Auto ist preisgünstig!

Trotz steigender Benzinpreise und zunehmender wirtschaftlicher Ängste in der Bevölkerung wurden im Jahr 2004 erneut über 3,2 Mio. Neuwagen in Deutschland verkauft und weitere rund 6,6 Mio. Gebrauchtwagen fanden einen neuen Besitzer. Die Freude am Fahren und Lust am Autokaufen scheint sich der deutsche Autofahrer nicht verderben lassen zu wollen. Erstmals seit fünf Jahren verzeichnet der deutsche Automobilmarkt in der ersten Jahreshälfte sogar wieder einen positiven Trend bei den Neuzulassungen (+2,5%).

Die Ipsos GmbH ist ein Tochterunternehmen der Ipsos SA, Paris. Weltweit gehören Marktforschungsinstitute in über 40 Ländern zur Ipsos-Gruppe, die damit international Platz drei einnimmt. Seit 1999 ist Ipsos SA an der Pariser Börse notiert.

In Deutschland ist die Ipsos GmbH mit 350 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 53 Millionen Euro (2004) das drittgrößte Ad-hoc-Marktforschungsinstitut.

 

Steckbrief

Feldzeit: 08. bis 11. August 2005
Stichprobengröße: 1.000 Personen (=703 PKW-Besitzer) ab 14 Jahren, repräsentativ für die deutschsprechende, telefonisch erreichbare Bevölkerung in Deutschland
Methode: telefonische Interviews mit CATI (Computer Assisted Telephone Interviewing)

Durchführung in Kooperation mit der Fachzeitschrift planung&analyse

Über Ipsos

Die Ipsos GmbH ist ein Tochterunternehmen der Ipsos SA, Paris. Weltweit gehören Marktforschungsinstitute in über 40 Ländern zur Ipsos-Gruppe, die damit international Platz drei einnimmt. Seit 1999 ist Ipsos SA an der Pariser Börse notiert. In Deutschland ist die Ipsos GmbH mit 350 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 53 Millionen Euro (2004) das drittgrößte Ad-hoc-Marktforschungsinstitut.

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