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Apothekenpreise und wie man ihnen entgeht

Ipsos-Studie zur Arzneimittelbestellung bei Internet-Usern – Teil 1

Hamburg/Mölln, 02.06.2006 - Jeder dritte Internetnutzer (35%) bestellt derzeit Arzneimittel über das worldwide web. Der Großteil von ihnen (60%) greift dabei zu rezeptfreien Arzneimitteln, aber wiederum jeder dritte Befragte (35%) bestellt sowohl rezeptfreie als auch verschreibungspflichtige Mittel, lediglich drei Prozent bestellen ausschließlich rezeptpflichtige Arzneien.

Das Markforschungsinstitut Ipsos untersuchte in Kooperation mit dem Fachmagazin planung&analyse im Rahmen einer repräsentativen Online-Umfrage unter 1.000 Internetnutzern ab 16 Jahren, inwieweit die seit Januar 2004 bestehende Möglichkeit, Arzneimittel über das Internet zu kaufen, überhaupt genutzt wird. Arzneimittel waren in der Befragung - für eine bessere Unterscheidung zu OTC-Produkten aus Drogerien etc. - definiert als Mittel, die „Sie sonst nur in der Apotheke erhalten“.

Laut Apothekerverband sind 30 Prozent der Mitglieder der Gesetzlichen Krankenkassen Rentner, sie beanspruchen jedoch mehr als die Hälfte der Arzneimittelausgaben. Erwartungsgemäß erhöht sich daher bei steigendem Alter und einem höheren Medikamentenbedarf auch der Anteil der Internet-Besteller - 40 Prozent der 55- bis 64-jährigen Webuser kaufen online.

Wöchentliche oder auch monatliche Bestellungen sind eher die Ausnahme; aber jeder Zweite (51%) bestellt mindestens einmal pro Quartal, bei den 55- bis 64-jährigen Bestellern sind es sogar 61 Prozent.

Nur ein Viertel aller Internet-Käufer bestellt dabei ausschließlich für sich selbst (24%). Jeder Zweite (54%) ordert für den Partner/die Partnerin mit, jeder Dritte (34%) für die Kinder und mehr als jeder Vierte (29%) für Freunde, Bekannte oder Kollegen. Arzneimittelkauf wird somit beinahe zu einem sozialen Vorgang.

Das Internet ersetzt die Apotheke nicht, aber Befragte, die auf diesem Weg Arzneimittel bestellen, beziehen nach eigener Einschätzung durchschnittlich 39 Prozent aller verwendeten Arzneimittel über das Web; der weitaus größere Teil von 61 Prozent wird weiterhin über die herkömmliche Apotheke oder andere Bestellwege bezogen. Die Apotheke ist somit nicht überflüssig, verliert jedoch gerade bei verschreibungspflichtigen Medikamenten an Boden. Bezieher sowohl rezeptfreier als auch verschreibungspflichtiger Medikamente geben an, durchschnittlich mehr als die Hälfte (56%) ihres Bedarfs im Internet zu ordern und nur 44 Prozent über die Apotheke abzudecken.

Steckbrief

Feldzeit: 12.-14. Mai 2006
Stichprobe: 1.000 Personen im Alter von 16-64 Jahren, die privat das Internet nutzen, repräsentativ für die Bevölkerung in Deutschland
Methode: Ipsos i:omnibusTM (Online Mehrthemenumfrage)

Über Ipsos

Die Ipsos GmbH ist ein Tochterunternehmen der Ipsos SA mit Hauptsitz in Paris. Weltweit gehören Marktforschungsinstitute in über 40 Ländern zur Ipsos - Gruppe, die damit international Platz drei einnimmt. Seit 1999 ist Ipsos SA an der Pariser Börse notiert. In Deutschland ist die Ipsos GmbH mit 320 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 52 Mio. € (2005) das drittgrößte ad-hoc Marktforschungsinstitut.

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