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Zielgruppe: Modeinteressierte

Modetrend: Qualität und Preis wichtiger als Designer und Marke

Hamburg/Mölln, 26. Januar 2007. Was ist für deutsche Konsumenten beim Modekauf wichtig: bekannte Designer, bedeutende Marken, auffallen um jeden Preis? Weit gefehlt, nur neun Prozent legen überhaupt Wert auf bekannte Modeschöpfer und 15 Prozent geht es um die Marke. Dreiviertel (78%) aller Deutschen legen dagegen „sehr großen Wert“ darauf, sich in der Modekleidung „rundum wohl zu fühlen“. Die todschicken aber zu engen Schuhe, der superedle etwas kratzende Kaschmirpulli oder die modische leider zwickende Hose scheinen passé zu sein. Männer wie Frauen legen dabei wert auf sehr gute Qualität 87 Prozent stimmen diesem Anspruch zu, 60 Prozent vergeben den höchsten Zustimmungswert.

Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Telefonumfrage unter 1.000 Personen ab 14 Jahren, die das Marktforschungsinstitut Ipsos in Kooperation mit dem Fachmagazin planung &analyse durchführte.
Der Ipsos Trend Observer bestätigt in seiner Analyse des Zeitgeists, dass einem blinden Folgen des Modediktats der großen Labels out ist. Angesagt ist das was gefällt. Man betont und inszeniert sich heute durch Kleidung und Accessoires ohne dass Marken dabei eine wichtige Rolle spielen.
Für ein Drittel der Befragten ist beim Modekauf der Preis „sehr wichtig“ – „preiswert“ muss Mode sein, hier sind sich Männer und Frauen einig. Anders bei Stilfragen. Ebenfalls ein Drittel erwartet absolut, dass Mode ihren individuellen Stil ausdrückt (35%) und sie anmacht (32%), Frauen ist das deutlich wichtiger als Männern. Jede dritte Frau (34%) legt sehr großen Wert darauf, dass Mode ihre Rolle als Frau betont, aber nur jeder siebte Mann (15%) möchte mit Mode ausdrücklich seine maskuline Rolle betonen.
Auf die Attribute „Einzigartigkeit“ oder „trendsetzend“ wird beim Modekauf nicht vorrangig geachtet. Je etwa ein Drittel der Befragten legt darauf keinen Wert, ist unentschieden oder legt darauf großen bis sehr großen Wert.
Interessanterweise findet man „häufige“ Modekäufer (11%) ebenso wie Modemuffel (12% „Kaufe nie Modeartikel“) unter Frauen und Männern gleichermaßen. 14 bis 21-Jährige sind deutlich häufiger (20%) beim Modekauf anzutreffen als andere Altersgruppen. Erwartungsgemäß korreliert die Modekauffrequenz positiv mit dem Haushaltsnettoeinkommen.

Häufige Modekäufer haben auffällig andere Ansprüche an Mode als der Durchschnittskäufer, wobei auch bei ihnen der Wohlfühlaspekt und die Qualität an oberster Stelle stehen. Auch der Preis spielt für jeden zweiten „häufigen Modekäufer“ eine Rolle, ebenso vielen ist jedoch wichtig, dass die Mode trendsetzend, einzigartig und unverwechselbar ist. Zwei Drittel (69%) wollen ihre weibliche bzw. männliche Rolle betont sehen und jeder Dritte häufige Modekäufer möchte mit der erstandenen Mode auffallen. Vier von zehn (39%) Modefreunden legen Wert auf bedeutende Marken, jeder Fünfte (22%) dieser Gruppe steht auf bekannte Designer.

Steckbrief

Feldzeit: 25. bis 29. September 2006
Stichprobengröße: 1000 Personen ab 14 Jahren, repräsentativ für die deutschsprechende, telefonisch erreichbare Bevölkerung in Deutschland
Methode: telefonische Interviews mit Ipsos Express, CATI (Computer Assisted Telephone Interviewing)

Über Ipsos

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