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Geld-zurück-Garantie gewinnt an Bekanntheit, verliert aber Vertrauen

Laut Ipsos-Studie glaubt jeder Dritte nicht, dass er sein GeId zurückbekommt.

Hamburg/Mölln, 24. Juni 2008. Seit dem Fall des Rabattgesetzes überbieten sich Handel und Hersteller mit mehr oder weniger kreativen Sparideen für die Verbraucher, darunter auch die Geldzurück-Garantie, die von Diätpillen über Joghurt bis hin zu Pkw angeboten wird. Drei von vier Verbrauchern (77%) haben in den letzten drei Monaten eine solche Rabattaktion bemerkt, das sind sieben Prozent mehr als 2005. 17 Prozent geben an, an einer Geld-zurück-Aktion teilgenommen zu haben, eine leichte Steigerung von vier Prozent gegenüber der letzten Messung.

Laut einer aktuellen repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts Ipsos in Kooperation mit dem Fachmagazin planung&analyse, finden zwar vier von zehn Befragten (41%) die Geld-zurück-Garantie besser als andere Rabattangebote, vor allem die Senioren ab 60 Jahren stimmen dem zu (49%). Allerdings stimmt nur knapp jeder Dritte (30%) der Aussage „Solche Aktionen erhöhen mein Vertrauen in den Hersteller“ zu, für 46 Prozent trifft das nicht zu, der Rest ist unentschieden. 2005 erhöhte die Geld-zurück-Garantie noch bei 36 Prozent das Vertrauen in den Hersteller. Im Westen der Republik schafft die Rabattaktion bei deutlich mehr Befragten Vertrauen als im Osten (31% gegenüber 26%). Entsprechend würde nur jeder dritte Konsument (34%) ein Produkt mit Geld-zurück-Garantie eher kaufen als ein anderes Produkt – dieser Wert ist gegenüber 2005 ebenfalls um sechs Prozent zurückgegangen. Heute vergeben 47 Prozent sogar die niedrigsten Zustimmungswerte 1 und 2. 

Liegt dieser Imageverlust vielleicht an mangelnder Glaubwürdigkeit der Maßnahme? Immerhin glaubt jeder dritte Befragte (32%) nicht, dass er sein Geld wirklich zurückbekommt. Mit je 37 Prozent sind vor allem die Frauen und Befragte in Ostdeutschland misstrauisch. Vor drei Jahren zweifelten nur 28 Prozent. Bleiben aber 42 Prozent, die an das Funktionieren der Aktion glauben, 24 Prozent sind unentschieden. Hinzu kommt, dass der Geld-zurück-Aspekt an sich, wie gezeigt wurde, zwar nicht unattraktiv ist, 43 Prozent aber der Meinung sind, der Aufwand, ein Produkt zurück zu geben lohne sich nicht. 2005 hielten nur 36 Prozent der Befragten die Rückgabe für zu mühsam. 

Jeder Dritte (35%) schließlich lehnt es generell ab, an Geld-zurück-Aktionen teilzunehmen, dieser Wert hat sich gegenüber 2005 (32%) kaum geändert. Frauen sind mit 43 Prozent deutlich stärker unter den Ablehnern vertreten. Ebenso nimmt die negative Einstellung mit steigendem Lebensalter deutlich zu.

Steckbrief

Feldzeit: 14. bis 15. Mai 2008
Stichprobengröße: 500 Personen ab 14 Jahren, repräsentativ für die deutschsprechende Bevölkerung in Deutschland
Methode: Telefonische Mehrthemenumfrage im Ipsos Express TM, CATI (Computer Assisted Telephone Interviewing

Über Ipsos

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