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Deutsche sind mit Leben zufrieden

Männer mehr als Frauen, Junge mehr als Ältere
Gesundheit, Familie und Partnerschaft wichtigste Aspekte im Leben

Hamburg/Mölln, 26. Mai 2009. Trotz der gegenwärtigen Wirtschaftskrise sind drei Viertel (73%) der Deutschen mit ihrem Leben zufrieden, jeder Vierte (25%) ist sogar „sehr zufrieden“. Die größte Zufriedenheit besteht hinsichtlich der Wohnsituation (51% „sehr zufrieden“), Partnerschaft (43%), familiäre Situation (40%) und Kinder (40%) folgen – fast alles auch Aspekte, die den Befragten in ihrem Leben besonders wichtig sind. Am wichtigsten ist jedoch über alle Alters-, Bildungs- und Einkommensgruppen hinweg für alle die Gesundheit.

Die repräsentative Telefon-Studie, die das Ipsos Institut kürzlich in Kooperation mit der beruflichen Medienfachschule Hamburg durchführte, zeigte außerdem, dass die Deutschen eigentlich in keinem Bereich so richtig unzufrieden sind – am schlechtesten schnitten noch die „finanzielle Situation“ (16%), das „Liebesleben“ (12%) und die „Gesundheit“ (12%) ab, wobei nur gut jeder Zehnte hier angab „unzufrieden“ oder „sehr unzufrieden“ zu sein. Bei den beiden letztgenannten Aspekten zeigt sich ein deutlicher Zusammenhang zum Bildungsstand. Je niedriger die Schulbildung, desto größer wird die Unzufriedenheit. Etwa jeder fünfte Hauptschulabgänger aber nur ca. jeder zehnte Abiturient/Hochschulabsolvent ist mit seiner finanzieller Situation bzw. seinem Liebesleben unzufrieden.

Insgesamt stellen die Ipsosforscher und die Berufschüler fest, dass Männer mit ihrem Leben signifikant zufriedener sind als Frauen (76% gegenüber 69%). Frauen sind vor allem mit ihrer finanziellen Situation unzufriedener als Männer (19% gegenüber 12%).

(Sehr) zufrieden mit dem eigenen Aussehen sind bezeichnenderweise 61 Prozent der Männer, jedoch nur 53 Prozent der Frauen. Dabei stufen Frauen das eigenen Aussehen aber wichtiger ein (68% sehr wichtiger/wichtiger Aspekt in meinem Leben) als Männer (55%). Auch legen Frauen im Gegensatz zu Männern mehr Wert auf die Ernährung (87% gegenüber 77%). Männern hingegen ist das Liebesleben wichtiger (81%) als den Frauen (72%).

Auch beim Alter ergeben sich deutliche Unterschiede: Junge Menschen sind insgesamt zufriedener als ältere – 80 Prozent der unter 35-Jährigen im Vergleich zum Bundesdurchschnitt von 73 Prozent. Vor allem mit der Gesundheit (82% gegenüber 62% bei den über 35-Jährigen) und dem Freundeskreis (86% gegenüber 76%) sind die unter 35-Jährigen deutlich zufriedener. Die Generation 55+ ist dagegen signifikant zufriedener mit ihrer Wohnsituation, ihrer Ernährung und überraschenderweise mit ihrer Partnerschaft und ihrer Freizeitgestaltung als vor allem die unter 35-Jährigen.

Ebenfalls interessant: Während drei Viertel (75%) der Westdeutschen zufrieden mit ihrem Leben sind, teilen diese Meinung nur knapp zwei Drittel (63%) der Ostdeutschen. Dabei sind es vor allem die finanzielle Situation aber auch die Wohnsituation, die im Westen deutlich positiver bewertet werden als im Osten. Berufstätige sind insgesamt überaus zufrieden mit ihrer beruflichen Tätigkeit. Insgesamt 84 Prozent geben dieses Urteil ab, 27 Prozent sind sogar „sehr zufrieden“. 69 Prozent sind darüber hinaus (sehr) zufrieden mit ihrem Arbeitsumfeld.

 

 

Steckbrief

Feldzeit: 30.03. bis 2. April 2009
Stichprobengröße: 1000 Personen ab 14 Jahren, repräsentativ für die deutschsprechende, telefonisch erreichbare Bevölkerung in Deutschland
Methode: telefonische Interviews mit Ipsos Express, CATI (Computer Assisted Telephone Interviewing)

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Über die Berufliche Medienschule Hamburg-Wandsbek

Die seit 1952 bestehende Schule bildet Auszubildende in den Bereichen Werbe-, Verlags-, Medienwirtschaft sowie seit 2006 den neuen Ausbildungsberuf Fachangestellten für Markt und Sozialforschung (FAMS) aus. Die Schule hat bei der Einführung des FAMSAusbildungsganges maßgeblich mitgewirkt und ist einer von fünf Bildungsstandorten bundesweit, die den Ausbildungsgang anbieten.

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