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EOS Zehn-Länder-Studie „Europäische Zahlungsgewohnheiten 2010“

Wenige Forderungsausfälle im Osten, bessere Liquidität im Westen Europas

Hamburg, 13.09.2010 – Gute Nachrichten für osteuropäische Unternehmen: Sie leiden selten unter Forderungsausfällen. In Russland müssen Unternehmen lediglich 1,8 % der Rechnungen abschreiben, in der Slowakei sind es 1,9 % und in Polen 2,3%. Besonders hoch ist der Anteil der ausgefallenen Forderungen in Spanien (4,7%) und Griechenland (5,0 %). Das ergab die EOS Zehn-Länder-Studie 2010 „Europäische Zahlungsgewohnheiten“. Für die Studie hat die internationale EOS Gruppe, Anbieter von Forderungsmanagement, Marketing- und Risiko-Informationen sowie Payment Services, gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Ipsos 2200 Unternehmen in zehn europäischen Ländern zu den lokalen Zahlungsgewohnheiten befragt.

Ein anderes Bild zeigt sich bei der Liquidität der Unternehmen. Hier schneiden Unternehmen aus den westlichen Ländern besser ab als die Firmen in Osteuropa. So waren nur 9 % der deutschen Unternehmen aufgrund von Zahlungsausfällen bereits in ihrer Liquidität gefährdet. In Großbritannien und Belgien waren es 10 %. In den restlichen befragten Ländern lag der Wert deutlich höher. Am häufigsten betrafen Engpässe die Unternehmen in Ru-mänien (31 %) und Griechenland (23%). In Polen und Bulgarien gerieten 21 % der Befragten in Zahlungsschwierigkeiten.

„Die gesamtwirtschaftliche Situation in den untersuchten Ländern korrespondiert mit den Ergebnissen unserer Studie. Sinkt das Angebot an Finanzierungsmöglichkeiten für Unternehmen, kann schon ein geringer Anteil an Zahlungsausfällen die eigene Liquidität gefährden“, sagt Hans-Werner Scherer, Vorsitzender der Geschäftsführung der EOS Gruppe, zu den Ergebnissen der Studie.  

Stellenwert des professionellen Forderungsmanagements erkannt
Ein weiteres Ergebnis der EOS Studie: Professionelles Forderungsmanagement ist in den westeuropäischen Ländern nahezu selbstverständlich in Un-ternehmen. Das gilt sowohl für den Einsatz interner Fachkräfte als auch für die Zusammenarbeit mit spezialisierten Dienstleistern. So beschäftigt fast die Hälfte (45 %) der britischen, griechischen und spanischen Unternehmen interne Spezialisten für das Kredit- und Forderungsmanagement. In der Slo-wakei verfügen nur 19 % der Firmen über eigene Experten, in Rumänien sind es 27 %. Auf externe Unterstützung setzen vor allem Unternehmen in Deutschland (89 %) und Belgien (78 %). In Russland arbeiten nur 3 % der Firmen mit Anwälten oder Inkassounternehmen zusammen. In Bulgarien sind es rund 27 %, in der Slowakei 36 %.

Uneinheitliche Bewertung der Zahlungsmoral
Die weitere Entwicklung der Zahlungsmoral schätzen die Unternehmen im internationalen Vergleich unterschiedlich ein. In Griechenland etwa befürchtet gut die Hälfte der Firmen (52 %) eine weitere Verschlechterung des Zahlungsverhaltens. In Großbritannien gehen fast zwei Drittel (63,8%) der Befragten von einer gleichbleibenden Zahlungsmoral aus. In Russland hingegen erwartet ein Drittel (34,3%), dass sich die Zahlungsbereitschaft verbessert. Einigkeit herrscht in der Bewertung des Forderungsmanagements: Im Schnitt gehen weit über drei Viertel aller Firmen davon aus, dass der Stellenwert des Forderungsmanagements gleich bleibt oder künftig zunimmt.

„Der internationale Vergleich zeigt, dass sich gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein professioneller Umgang mit Forderungen und Krediten für die Unternehmen auszahlt“, so Hans-Werner Scherer. „Unter dem Eindruck der Krise hat die überwiegende Mehrzahl der Entscheider den Stellenwert des Forderungsmanagements erkannt.“ 

Chart Zahlungsausfälle

Steckbrief

Zur EOS Zehn-Länder-Studie 2010: „Europäische Zahlungsgewohnheiten“
Gemeinsam mit dem unabhängigen Marktforschungsinstitut Ipsos befragte EOS im Frühjahr 2010 2200 Unternehmen in zehn Ländern zu den dortigen Zahlungsgewohnheiten. Jeweils 200 Unternehmen in Großbritannien, Spanien, Griechenland, Rumänien, Russland, der Slowakei, Bulgarien, Polen und Belgien sowie 400 Unternehmen in Deutschland beantworteten Fragen rund um die eigenen Zahlungserfahrungen, die wirtschaftliche Entwicklung des Landes sowie zu den Themenkreisen Risiko- und Forderungsmanagement. Weitere Ergebnisse der Studie gibt es hier.

Über die EOS Gruppe

Die EOS Gruppe ist einer der führenden internationalen Anbieter von individuellen Dienstleistungen rund um den Lebenszyklus einer Kundenbeziehung – von der Kundengewinnung über die elektronische Zahlungsabwicklung bis hin zu Inkasso und Forderungskauf. Schwerpunkt bildet das Forderungsmanagement. EOS steht für Qualitätsinkasso zum Schutz von Gläubigern und Verbrauchern. Mit über 5000 Mitarbeitern bietet EOS seinen 20.000 Kunden in mehr als 20 Ländern der Welt mit über 40 Tochterunternehmen Dienstleistungen an. Weitere Informationen: www.eos-solutions.com

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