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Bundesfreiwilligendienst: wenig bekannt, Deutsche fühlen sich nicht ausreichend informiert.

Hamburg/Mölln, 17. Mai 2011. Nur ein Viertel der Bevölkerung kennt den Bundesfreiwilligendienst (24%). Im Vergleich sind andere Soziale Dienste wie der Zivildienst (92%) und das Freiwillige Soziale Jahr (86%) fast jedem befragten Deutschen geläufig. 42 Prozent der Befragten fühlen sich nicht genügend über den Bundesfreiwilligendienst informiert. Anlässlich der bevorstehenden Einführung des Bundesfreiwilligendienstes am 1. Juli 2011 haben angehende Fachangestellte für Markt- und Sozialforschung zusammen mit dem Marktforschungsinstitut Ipsos repräsentative Online-Befragung zu diesem Thema durchgeführt.

Bundesfreiwilligendienst kann Zivildienst nicht ersetzen
Nach einer Erläuterung über den Sinn und Zweck des Bundesfreiwilligendienstes befürworteten in der Umfrage vier von zehn Deutschen (42%) die Einführung. Abiturienten und Hochschulabsolventen (45%) halten den Bundesfreiwilligendienst für sinnvoller als Personen mit einem mittleren oder niedrigen Bildungsgrad (Real-/ Hauptschulabschluss jeweils 40%). Fast jeder Zweite (47%) glaubt nicht, dass es bereits genug Freiwilligendienste gibt, sondern dass ein Bedarf für den BFD besteht. Jeder Dritte findet zwar, dass der BFD als Ersatz für den Zivildienst geeignet ist, allerdings glauben 46 Prozent nicht, dass der Bundesfreiwilligendienst die Lücken komplett ausfüllen kann, die durch den wegfallenden Zivildienst entstehen.

Auch was für Ältere
Während ältere Befragte (50-64 Jahre) der Meinung sind, dass der Bundesfreiwilligendienst nur etwas für jüngere Leute ist (37%), stimmen die 16-29 Jährigen mit 21 Prozent und die 30-49 Jährigen mit 30 Prozent dieser Aussage zu. Die Tatsache, dass alle Bürger ab 18 Jahren ohne weitere Altersbeschränkung am Bundesfreiwilligendienst teilnehmen können, wird überwiegend (49%) positiv aufgefasst.

Kostenfalle BFD?
Die Ansicht, dass der Bundesfreiwilligendienst zu kostenintensiv für Deutschland ist, wird nur von 17 Prozent der Deutschen geteilt. Jeder vierte Befragte (23%) befürchtet, dass der Bundesfreiwilligendienste feste Arbeitsplätze gefährdet, vor allem Befragte mit Hauptschulabschluss beschäftigt dieser Aspekt (28%).
Bleibt festzuhalten, dass 1,2 Prozent der befragten 16- bis 64Jährigen angeben, sich im Bundesfreiwilligendienst engagieren zu wollen – das entspricht hochgerechnet knapp 580.000 Personen in diesem Alterssegment.

Bundesfreiwilligendienst
Chart soziale Dienste
Chart Bundesfreiwilligendienste

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Die seit 1952 bestehende Schule bildet Auszubildende in den Bereichen Werbe-, Verlags-, Medienwirtschaft sowie seit 2006 den neuen Ausbildungsberuf Fachangestellten für Markt und Sozialforschung (FAMS) aus. Die Schule hat bei der Einführung des FAMSAusbildungsganges maßgeblich mitgewirkt und ist einer von fünf Bildungsstandorten bundesweit, die den Ausbildungsgang anbieten.

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