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Zehn-Länder-Studie 2011 EOS „Europäische Zahlungsgewohnheiten“

Westeuropäer zahlen termingerecht / Ausstehende Zahlungen fordern osteuropäische Unternehmen stark / Gleichbleibende Zahlungsmoral erwartet

Hamburg, 12. September 2011 – Im Ost-West-Vergleich zahlen westeuropäische Privat- und Geschäftskunden im Schnitt zuverlässiger als Osteuropäer. Über 75 Prozent aller Rechnungen werden in Westeuropa fristgerecht beglichen. In Osteuropa liegt der Anteil termingerecht gezahlter Forderungen bei durchschnittlich 63 Prozent.

Im Ländervergleich gehören deutsche (76,1 Prozent), bulgarische (74,6 Prozent) und spanische (73,5 Prozent) Unternehmenskunden zu den zuverlässigsten Zahlern. Im Endkundensegment gehen in Deutschland 82,9 Prozent, in Belgien 81,6 Prozent und in Großbritannien 77,2 Prozent der Rechnungen pünktlich ein. Am wenigsten Termintreue zeigen Kunden in Griechenland. Hier werden nur 46 Prozent der Rechnungen termingerecht beglichen. Darauf folgen die Slowakei (57,13 Prozent) und Russland (56,91 Prozent). Dies sind zentrale Ergebnisse der EOS Zehn-Länder-Studie 2011 „Europäische Zahlungsgewohnheiten“, die das Marktforschungsinstitut Ipsos im Auftrag der internationalen EOS Gruppe durchführte.

„Die Zahlungsgewohnheiten unterscheiden sich innerhalb Europas deutlich. Wer die Liquidität seines Unternehmens sichern will, muss sein Geschäft auf diese unterschiedlichen Gepflogenheiten im Zahlungsverhalten seiner Kunden einstellen“, sagt Hans-Werner Scherer, Vorsitzender der Geschäftsführung der EOS Gruppe. „Dies gilt umso mehr im grenzübergreifenden Leistungsaustausch“ .

Außenstände belasten osteuropäische Wirtschaft

Ein weiteres Ergebnis der EOS Studie: Der Professionalisierungsgrad im Forderungsmanagement variiert stark. Für Unternehmen in Westeuropa ist professionelles Forderungsmanagement selbstverständlich: Fast 69 Prozent der befragten Unternehmen arbeiten mit externen Dienstleistern, 37,8 Prozent setzen auf eigenes Know-how. Bei den osteuropäischen Studienteilnehmern setzen 42,4 Prozent der Befragten auf Unterstützung von außen und 31,3 Prozent beschäftigen eigene Fachkräfte. Dies bleibt nicht ohne Auswirkungen auf die finanzielle Leistungsfähigkeit der studienteilnehmenden Unternehmen: Bei osteuropäischen Unternehmen machen Außenstände tendenziell einen höheren Anteil des Gesamtumsatzes aus als dies bei Unternehmen Westeuropas der Fall ist. Einzige Ausnahme ist Russland: Mit etwa 3,2 Prozent des Umsatzes im Privatkunden- und 9 Prozent im Geschäftskundenbereich weist das Land die niedrigsten Außenstandsquote im Ländervergleich auf. Ebenfalls auffällig: Osteuropäischen Unternehmen geben öfter (20,5 Prozent) als westeuropäische (9 Prozent) an, aufgrund von Zahlungsausfällen oder –verzögerungen schon einmal in ihrer Liquidität gefährdet gewesen zu sein.

„Der Liquiditätsfluss wird in Unternehmen auf vielfältige Art und Weise beeinflusst. Nur ein konsequent in die unternehmerischen Kernprozesse eingebundenes Risikomanagement hilft, Liquidität nachhaltig zu sichern“, so Scherer. „In Westeuropa übernehmen diese Aufgabe traditionell spezialisierte Dienstleister. Ihr Know-how stützt den Liquiditätskreislauf in Unternehmen maßgeblich.“

Zahlungsziele variieren stark

Deutliche Unterschiede identifiziert die EOS Studie auch im Umgang mit Zahlungszielen. Deutsche und russische Unternehmen räumen ihren Abnehmern mit 16,78 und 18,67 Tagen die kürzesten Zahlungsziele ein. In Griechenland und Spanien betragen die Fristen zum Begleichen offener Rechnungen 70,92 beziehungsweise 61,72 Tage. Allen Studienländern gemein ist, dass Endverbraucher schneller zur Kasse gebeten werden als Unternehmenskunden. Europäische Einigkeit herrscht bei der Beurteilung der Zahlungsentwicklung: Für die kommenden zwei Jahre prognostiziert die Mehrheit der Befragten eine gleichbleibende Zahlungsmoral. Lediglich griechische Unternehmen machen eine Ausnahmen und gehen von einer weiteren Verschlechterung aus.

Über Ipsos

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Über die EOS Gruppe

Die EOS Gruppe ist einer der führenden internationalen Anbieter von individuellen Dienstleistungen rund um den Lebenszyklus einer Kundenbeziehung – von der Kundengewinnung über die elektronische Zahlungsabwicklung bis hin zu Inkasso und Forderungskauf. Schwerpunkt bildet das Forderungsmanagement. EOS steht für Qualitätsinkasso zum Schutz von Gläubigern und Verbrauchern. Mit über 5000 Mitarbeitern bietet EOS seinen 20.000 Kunden in mehr als 20 Ländern der Welt mit über 40 Tochterunternehmen Dienstleistungen an. Weitere Informationen: www.eos-solutions.com

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