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Die Deutschen definieren Wohlstand neu

Ipsos und Zukunftsforscher Opaschowski entwickeln den Nationalen Wohlstands-Index für Deutschland NAWI-D

Hamburg, 28. August 2012. Das weltweit tätige Marktforschungsinstitut Ipsos hat in Zusammenarbeit mit dem renommierten Zukunftsforscher Professor Dr. Horst W. Opaschowski auf Basis von mehreren aufeinanderfolgenden bevölkerungsrepräsentativen Befragungen ein Barometer – den Nationalen WohlstandsIndex für Deutschland NAWI-D - entwickelt, das den gängigen Wohlstandsbegriff in Deutschland neu und umfassend definiert. Heute stellten die Forscher den neuen WohlstandsIndex im Rahmen einer Presse-Konferenz in Hamburg vor. Bereits die erste Erhebung der auf Kontinuität angelegten Studie zeigt deutlich, dass Wohlstand nicht gleichzusetzen ist mit ausschließlich ökonomischem Wachstum. Die Deutschen definieren Wohlstand differenzierter.

Der Mensch im Mittelpunkt – und nicht der Staat und die Märkte.
Das Ipsos-Wohlstandsbarometer als Vier-Säulen-Modell

Auf der Suche nach einem umfassenden Wohlstandsmaßstab diesseits und jenseits des Bruttoinlands­produkts (BIP) zeichnen sich nach den Ergebnissen der Ipsos-Repräsentativbefragung die Konturen eines Wohlstandsbarometers ab. Im heutigen Wohlstandsverständnis der Deutschen spielen materielle Überlegungen, wie sie sich bisher im BIP-Maßstab widerspiegeln, weiterhin eine fundamentale Rolle. Andererseits erscheint der Bevölkerung diese Sichtweise viel zu verkürzt und unvollständig. Die Ipsos-Befragungen zeigen weitere Dimensionen auf, die Bürger mit dem Begriff Wohlstand assoziieren. Ein zukünftiger WohlstandsIndex muss danach ganzheitlich auf vier Säulen stehen:

  • Die erste Säule umfasst den ökonomischen Wohlstand: Sicher und ohne Geldsorgen leben.
  • Die zweite Säule gehört dem ökologischen Wohlstand: Naturnah und nachhaltig leben.
  • Die dritte Säule bezieht sich auf den gesellschaftlichen Wohlstand: Frei und in Frieden leben.
  • Die vierte Säule bietet individuellen Wohlstand: Gesund und ohne Zukunftsängste leben.

Bei diesem umfassenden Vier-Säulen-Modell steht das Wohlergehen des Landes und der Menschen im Zentrum der Wohlstandsmessung. Es schließt gesellschaftlichen Fortschritt ebenso ein wie die Verbesserung der persönlichen Lebensqualität. Und es räumt mit dem Irrglauben auf, dass allein ein höherer Lebensstandard mit einem höheren Maß an Lebenszufriedenheit einhergeht.

„Der Nationale WohlstandsIndex für Deutschland (NAWI D) richtet sich", so Hans-Peter Drews von Ipsos „nach den Prioritäten der Bundesbürger. Er berücksichtigt, was die Menschen im Lande selbst für relevant für den eigenen Wohlstand erachten."

Danach ergeben sich folgende Bedeutungsgewichte für die dann folgende Berechnung des NAWI-D:

  • 39% für den ökonomischen Wohlstand
  • 12% für den ökologischen Wohlstand
  • 18% für den gesellschaftlichen Wohlstand
  • 31% für den individuellen Wohlstand

In diesem Prioritäten-Wohlstandskatalog ist nach wie vor der ökonomische Wohlstand dominant – allerdings inhaltlich ganz anders begründet. Professor Opaschowski: „Es geht nicht mehr um das Immer-Mehr. Die Deutschen wollen ihren erarbeiteten, verdienten und erworbenen Wohlstand in Sicherheit bringen und sich gegen Lebensrisiken absichern – vom gesicherten Arbeitsplatz über das sichere Einkommen bis zur sicheren Rente. Wohlstand im 21. Jahrhundert hat seine „Luxus"-Komponente verloren. Wohlhabend ist der, der sicher und sorgenfrei leben kann."

Die ersten Ergebnisse des NAWI-D:
Keine Jubelstimmung in Deutschland

Der Ipsos NAWI-D gewichtet schließlich die subjektive Wohlstandswirklichkeit, also den Erfüllungsgrad nach Selbsteinstufung, mit der oben beschriebenen Bedeutung der einzelnen Dimensionen am Wohlstand.
In der ersten Erhebung ermittelt Ipsos einen Indexwert von 42,4 von 100.

„Wenn man bedenkt, dass der Wert rein theoretisch zwischen 0 und 100 liegen kann, gibt es in einem reichen Land wie Deutschland noch viel Luft nach oben", so Hans-Peter Drews, Managing Director von Ipsos Observer.

Der Index kann auch für die einzelnen vier Dimensionen separat betrachtet werden. Für die als besonders relevant angesehenen Bereiche ökonomischer Wohlstand und individueller Wohlstand liegt er bei 42,4 und 42,3 und deckt sich somit (fast) mit dem Gesamtwert. Der gesellschaftliche Wohlstand ist mit 52,1 deutlich stärker und der ökologische Wohlstand mit 28,0 deutlich schwächer ausgeprägt.

„Die fetten Jahre sind vorbei: Das Schlaraffenland ist abgebrannt".
Die Deutschen definieren Wohlstand neu

Neben diesen Indizes, deren Entwicklung stetig gemessen werden wird, gibt der Ipsos
NAWI-D auch detaillierte Einblicke in das Wohlstandsleben.

„In unsicheren Krisenzeiten hat der Wunsch nach Wohlstand mehr mit der Verhinderung von Angst, Not und Sorge als mit Geldausgeben und dem Genuss von Luxus und Überfluss zu tun. Zugespitzt in der Erkenntnis: Die fetten Jahre sind vorbei – das Schlaraffenland ist abgebrannt", so Professor Opaschowski. „In den meisten Wohlstandswünschen der Bevölkerung geht es um Leib und Leben – und nicht um Glücksgefühle". Über allem schwebt das Damoklesschwert existentieller Unsicherheit – materiell, mental und sozial.

  • Fast drei Viertel der Deutschen (71%) „fühlen" sich erst wohlhabend, wenn sie materiell soweit abgesichert sind, dass sie „keine finanziellen Sorgen haben" müssen. Wohlstand wird von ihnen mehr negativ definiert – als Abwesenheit von Arbeits-, Einkommens- und Existenzrisiken. Weitere Wohlstandsträume gehen für sie erst dann in Erfüllung, wenn das Einkommen (65%), der Arbeitsplatz und die Rente (62%) „sicher" sind. Erst danach können sie überhaupt daran denken, sich zusätzliche Wünsche zu erfüllen.
  • Auch mental steht das Sicherheitsdenken ganz obenan: „Keine Angst vor der Zukunft haben" (54%) heißt es für die Mehrheit der Bundesbürger. Wohlstand fängt bei ihnen mit dem Wohlfühlen an – vom „Sich-gesund-Fühlen" (53%) bis zur Gewissheit, „sich eine gute medizinische Versorgung leisten zu können" (54%).
  • Und sozial gesehen sorgen erst die „guten Freunde" (43%) und der „Kontakt zu Familie und Verwandten" (40%) für Schutz und Sicherheit und – wenn es sein muss – auch für Hilfe in der Not.

Die Ergebnisse der Repräsentativumfrage deuten auf einen grundlegenden Paradigmenwechsel vom Wohlleben zum Wohlergehen hin. Opaschowski: „Die Wohlstandsgesellschaft als Wegwerfgesellschaft war im ausgehenden 20. Jahrhundert noch ein großes Thema. Jetzt gleicht die Wohlstandsgesellschaft mehr einer Wohlfühl- und Wohlergehensgesellschaft, die ihren Bürgern soziale Sicherheit und soziale Wärme garantieren soll."

Geldsorgen, Gesundheitsmängel und Zukunftsängste.
Die problematische Wohlstandswirklichkeit

Der Traum vom materiellen Immer-Mehr ist für die meisten Deutschen ausgeträumt. Nicht einmal ein Drittel der Bevölkerung kann sich 2012 nahezu uneingeschränkt seine „materiellen Wünsche erfüllen" (29%). Von einem Wohlstandsleben als Wohlleben sind die meisten Bundesbürger weit entfernt. Nur etwas mehr als ein Drittel der Bevölkerung (36%) kann von sich sagen, keine finanziellen Sorgen zu haben.

Da passt es auch, dass knapp 20% sehr schlecht und insgesamt 63% nicht ausreichend für die eigene Zukunft finanziell vorsorgen können (oder als Rentner vorgesorgt haben). Besonders die bis 34-Jährigen stufen ihre Vorsorgeleistungen als sehr niedrig ein (33% schlecht, 78% nicht ausreichend)

Professor Opaschowski: „Da mag es der Wirtschaft noch so gut gehen: Vor dem Hintergrund stetig steigender Lebenserwartung wird die persönliche Zukunftsvorsorge für die Mehrheit der Deutschen immer unsicherer." 59 Prozent der Bundesbürger können sich schon jetzt „eine gute medizinische Versorgung" nicht in einem ausreichend hohen Maße leisten. In Ostdeutschland liegt der Anteil, der nicht wirklich zufrieden mit der medizinischen Vorsorge ist, gar bei 74 Prozent.

Frieden, Freiheit und Zusammenhalt.
Die positive Wohlstandswirklichkeit in Deutschland

Trotz der negativen Wohlstandsbilanz wissen die Deutschen die gesellschaftlichen Errungenschaften der letzten Jahrzehnte sehr wohl zu schätzen. „In Frieden mit den Mitmenschen leben" (64%) und seine „Meinung frei äußern können" (61%) werden als gesellschaftlicher Wohlstand hoch bewertet, weil sie erst die Voraussetzungen dafür schaffen, im eigenen Land gut leben und sich wohlfühlen zu können. Die Bedingungen von Frieden und Freiheit ermöglichen, dass jeder das Beste aus seinem Leben machen kann. Dazu trägt insbesondere der soziale Zusammenhalt im Nahmilieu bei. Intensive Familienbeziehungen (64%) und die Pflege der Kontakte zu guten Freunden (58%) sorgen für Wohlergehen im eigenen Land. Opaschowski: „Die Welt mag sich wandeln, Krisen und Katastrophen kommen – die Familie bleibt das persönlich Wichtigste im Leben. Und die Freunde werden zu Wegbegleitern und sozialen Konvois bis ins hohe Alter, im Einzelfall sogar zur Ersatzfamilie. Wohlstandsqualitäten sind für die Deutschen auch und gerade Beziehungsqualitäten."

Im Wohlstandsvergleich ist feststellbar: Je mehr Menschen im Haushalt zusammenwohnen, desto glücklicher und gesünder fühlen sie sich. Nur jeder dritte Alleinlebende (33%) kann von sich sagen: „Ich bin glücklich"; das Glücksgefühl ist bei Vier-Personen-Haushalten deutlich höher (57%). Und auch bei der Aussage „Ich fühle mich gesund" können Ein-Personen-Haushalte (43%) keinen Vergleich mit einer Vier-Personen-Familie (65%) standhalten. Professor Opaschowski: „Wer den Ursachen wachsender Unzufriedenheit und Politikverdrossenheit auf den Grund gehen will, muss Wohlstandspolitik zur Wohlergehenspolitik machen, in deren Zentrum die Förderung der persönlichen und gesellschaftlichen Lebensqualität steht".

Dies erklärt auch, warum der individuelle Wohlstand so hoch bewertet wird: Die Bundesbürger wollen keine Angst vor der Zukunft haben. Gesundheit gilt als höchstes Lebensgut. Unabhängig von bestehenden oder drohenden Krankheiten will sich die Mehrheit der Bevölkerung subjektiv gesund fühlen. Dazu allerdings muss sie sich auch eine gute medizinische Versorgung leisten können. Ein verlässliches und bezahlbares Gesundheitssystem trägt wesentlich zum Wohlergehen der Bevölkerung bei.

In Frieden mit den Mitmenschen leben zu können, ist für die Deutschen eine wichtige Voraussetzung für den Wohlstand. Knapp zwei Drittel der Bevölkerung (64%) sehen diesen Wunsch als erfüllt an. Das ist Lebensqualität (und nicht nur Lebensstandard). Das ist gesellschaftlicher Fortschritt (und nicht nur wirtschaftliches Wachstum).

Im Vergleich zum ökonomischen, gesellschaftlichen und individuellen Wohlstandserleben führt der ökologische Wohlstand beinahe ein Schattendasein. Die Umweltpolitik hat es bisher versäumt, den sperrigen Begriff „Nachhaltigkeit" positiver mit Zukunftsdenken im Sinne von Vorausschau und Vorsorge zu umschreiben. Opaschowski: „Es fehlt die emotionale Nähe. Die Umwelt liegt den Deutschen nicht am Herzen".

„Besser leben!"
Ein Fazit von Professor Opaschowski

Professor Opaschowski: „Im Englischen heißt Wohlstand ‚prosperity' – und bedeutet Wohlergehen. Nichts Anderes meint die deutsche Bevölkerung, wie unsere Untersuchung zeigt: ‚Mehr Lebensqualitätssicherung' ist ihre Forderung an die Politik. Und so lautet auch ihre Wachstumsagenda für:

  • die Arbeitsmarktpolitik: „Mehr Arbeitsplatzsicherheit"
  • die Tarifpolitik: „Mehr Einkommenssicherheit"
  • die Sozialpolitik: „Mehr Rentenniveausicherheit"
  • die Finanzpolitik: „Mehr Geldwertsicherheit"
  • die Gesundheitspolitik: „Mehr medizinische Versorgungssicherheit"
  • die Gesellschaftspolitik: „Mehr Zukunftsvorsorgesicherheit".

Wer Zukunft menschlich gestalten will, muss Wohlstand zum Wohlergehen mit Zufriedenheitsgarantie machen: Das wird die große qualitative Herausforderung der Politik in Zukunft sein. Die Lebensqualität muss bei den Bürgern auch „sicher" ankommen, weil sie sich mit bloßen „Programm"- und „Reform"-Ankündigungen nicht mehr zufriedengeben. Andernfalls wachsen Unzufriedenheit und Politikverdros­senheit der Bürger weiter – mit der möglichen Folge postdemokratischer Entwicklungen."

Hintergrund der Studie und Ausgangssituation

Erstmals 1968 kritisierte der amerikanische Präsidentschaftskandidat Robert Kennedy in seiner Rede vor Studenten der University of Kansas: Das Bruttonationaleinkommen misst alles - außer dem, was das Leben lebenswert macht („except that which makes life worthwhile"). Seither ist fast ein halbes Jahrhundert vergangen. Weltweit macht sich inzwischen die Erkenntnis breit, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) seiner Schlüsselrolle als Wohlstandsmaßstab nicht mehr gerecht werden kann, weil es nur monetär gehandelte Waren und Dienstleistungen erfasst und die ökologische, soziale und individuelle Lebensqualität weitgehend unberücksichtigt lässt.

Seit über einem Jahr arbeiten inzwischen auch in Deutschland in der Enquête-Kommission des Deutschen Bundestags „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität" Politiker und Wissenschaftler an der Entwicklung eines umfassenden und ganzheitlichen Wohlstandsmaßstabs, der das einseitig ökonomische BIP ergänzen oder ersetzen soll. Doch Partikularinteressen und parteipolitische Differenzen erschweren bisher den politischen Auftrag, zukunftsfähige Wohlstandsbestimmungen vorzunehmen. Mit konkreten Ergebnissen ist wohl frühestens im Bundestagswahljahr 2013 zu rechnen. Zeitlich, inhaltlich und politisch unabhängig davon hat der Zukunftsforscher Prof. Dr. Horst W. Opaschowski gemeinsam mit Forschern des Markt- und Sozialforschungsinstituts Ipsos ein Wohlstandsbarometer für Deutschland entwickelt, in dem nach EU-Forderungen auch das „Wohlbefinden der Menschen" angemessen Berücksichtigung findet. Die Bürger (und nicht die Experten) sagen, was zum Wohlstand gehört und wie wichtig für sie die persönliche Lebensqualität ist.

Die IPSOS-Umfrageforschung ist neutral und unabhängig und streng an Fakten und Analysen orientiert. Für weitergehende Interpretationen, Bewertungen und Folgerungen zeichnet Professor Dr. Horst W. Opaschowski als Zukunfts- und Sozialwissenschaftler verantwortlich.

Berechnung der Wohlstandswirklichkeit im Ipsos NAWI-D.

Über bevölkerungsrepräsentative Vorbefragungen wurde eine Batterie von 30 Aussagen entwickelt, die das Thema Wohlstand aus Sicht der erwachsenen Wohnbevölkerung in Deutschland umfassend abdeckt. Diese 30 Aussagen wurden in einer wiederum bevölkerungsrepräsentativen Umfrage 2.000 Bundesbürgern ab 14 Jahren vorgelegt. Die Einstufung seitens der Befragten erfolgte anhand einer 10er-Skala, die von 1 = „trifft für mich überhaupt nicht zu" bis 10 = „trifft auf mich voll und ganz zu" reicht.

Sofern nicht anders aufgeführt, wird im Text auf die so genannten Top 3 – Werte bzw. deren Komplementärgröße zurückgriffen. Der Top 3 - Wert zu einer Aussage enthält somit die Skalenwerte 8, 9 und 10. Dann wird die Aussage für den Befragten als ausreichend erfüllt angesehen. Bei den Werten 1 – 7 wird sie als nicht ausreichend erfüllt angesehen.

In die Berechnung des NAWI-D fließen pro Wohlstandsdimension die drei für die Bürger relevantesten Aussagen ein. Die bei jeder dieser zwölf Aussagen gemessene Wohlstandswirklichkeit wird mit deren jeweiligen Bedeutung in Bezug gesetzt, d. h. gewichtet. Daraus werden für jede Wohlstandsdimension als auch für den Wohlstand insgesamt der NAWI-D berechnet.

Die Ergebnisse sind hoch rechenbar auf die erwachsene Wohnbevölkerung in Deutschland.

Steckbrief

 Methode:  Capibus™ Computer Assisted Personal Interviewing, im Haushalt des Befragen, random route - zufällig ausgewählter Haushalt und Befragungsperson
 Stichprobe:   2.000 Personen ab 14 Jahren
 Grundgesamtheit:   Deutschsprechende Bevölkerung in Privathaushalten
 Feldzeit:   21. Mai bis 4. Juni 2012

Über Ipsos

Ipsos ist ein unabhängiges und innovatives Dienstleistungsunternehmen, das weltweit Services rund um die Markt- und Meinungsforschung leistet. Um unseren Kunden bestmöglichen Service zu bieten, haben wir uns in sechs Forschungsbereichen spezialisiert. So bestimmen unsere engagierten Forscher Marktpotenziale, zeigen Markttrends, testen Produkte, Werbung und Dienstleistungen, erforschen die Wirkung von Medien und geben der öffentlichen Meinung eine Stimme. Seit Oktober 2011 gehört Synovate zu Ipsos. Damit sind wir in 84 Ländern auf allen Kontinenten vertreten und in Deutschland und weltweit nach Umsätzen das drittgrößte Marktforschungsinstitut.

"Nobody´s unpredictable" ist weltweit das Leitmotiv von Ipsos.

Über Professor Horst W. Opaschowski

Prof. Dr. Horst W. Opaschowski ist Zukunftswissenschaftler und Berater für Politik und Wirtschaft. Nach dem Studium an den Universitäten Köln und Bonn promovierte er 1968 über die sozialen Folgen der Tourismusentwicklung und entwickelte 1973 im Auftrag der Bundesregierung eine freizeitpolitische Konzeption. Von 1975 bis 2006 war er Professor für Erziehungswissenschaft an der Universität Hamburg und bis Ende 2010 Gründer und Wissenschaftlicher Leiter der Stiftung für Zukunftsfragen (ehemals Freizeit-Forschungsinstitut). Opaschowskis Themenschwerpunkte liegen im Bereich der empirischen Zukunfts- und Gesellschaftsforschung.

... und seine Grundlagenforschung

Seit vier Jahrzehnten geht Opaschowski in seinen Forschungen systematisch den Fragen von Wachstum, Wohlstand, Fortschritt und Lebensqualität nach.

1970 untersuchte er den Zusammenhang von Freiheit, Fortschritt und Entwicklung im sozialen Wandel (1).

1974 stellte der Autor den Wachstumsbegriff der westlichen Welt erstmals auf den Prüfstand und kritisierte das Starren auf das Immer-Mehr, das uns „für nicht-ökonomische Wertvorstellungen" und für „sozial und ökologisch nachteilige Folgen" blind macht (2).

1976 machte er klar, dass das Bruttoinlandsprodukt viel über den durchschnittlichen Lebensstandard eines Landes aussagt, doch „kaum etwas über die Lebensqualität" der Menschen, wozu auch das persönliche Wohlergehen gehört. Wenn man aber Lebensqualität erhalten und steigern will, „muss man sie auch messen können" (3).

1994 sagte er eine „Krise der Wohlstandsgesellschaft" (4) voraus und wies auf die wachsende „Angst vor dem Wohlstandsverlust" (5) hin. Seither sind Finanz- und Wirtschaftskrisen zur Normalität geworden und Opaschowskis Forderung lautet: „Wohlstand neu denken!" (6).

Konsequent fordert er 2011 eine Aktualisierung und Erweiterung von Ludwig Erhards programmatischer Formel „Wohlstand für alle" aus dem Jahr 1957. „Wohlergehen für alle" soll „das neue Leitbild der Deutschen" (7) werden.

Über Ipsos Observer

Der Forschungsbereich Ipsos Observer steht für B-Q-C „Better-Quicker-Cheaper“ und hat immer die richtige Antwort auf Ihre Fragen. Ipsos Observer hat den Zugang zu allen relevanten Zielgruppen und Märkten national und international, BtC oder BtB. Für jedes Untersuchungsziel finden wir den passenden Ansatz. Wir befragen bevölkerungsrepräsentativ oder Nischen-Zielgruppen. Wir bedienen uns standardisierter Tools oder erarbeiten exklusive Designs für Sie, online oder offline und national oder international. Unser Leistungsspektrum wird abgerundet durch unser Omnibussystem. Unsere nationalen und internationalen Omnibusse bringen Sie mehrmals wöchentlich, schnell und zielsicher zu Ihren Zielgruppen!

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