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Jeder dritte Deutsche würde einen Job im Ausland annehmen

Eine Zusicherung des alten Arbeitsplatzes nach dem Auslandsaufenthalt, erhöht den Anteil beträchtlich

Hamburg, 27. Februar 2012. Etwa ein Drittel der Deutschen (35%) würde für zwei bis drei Jahre eine Vollzeitstelle mit einer Gehaltserhöhung von zehn Prozent im Ausland annehmen, wenn sie das Angebot bekämen. Der Job würde in einem Land sein, das mindestens drei bis fünf Flugstunden entfernt wäre. 60 Prozent der Deutschen würden das Angebot als besonders reizvoll empfinden, wenn sie nach ihrer Zeit im Ausland ihren alten Arbeitsplatz noch sicher hätten. Die Ergebnisse stammen aus einer in 24 Ländern durchgeführten repräsentativen Ipsosstudie für das Canadian Employee Relocation Council.

Im weltweiten Vergleich wenig Begeisterung für einen Auslandsjob bei den Deutschen

Die Deutschen liegen mit ihrer Begeisterung für einen Job im Ausland im globalen Ranking jedoch eher auf den hinteren Plätzen. In Brasilien würden sieben von zehn Befragten (71%) die Chance nutzen im Ausland zu arbeiten. Auch in Indien, Saudi Arabien (jeweils 67%), Mexiko und Russland (jeweils 63%) sind die Arbeitnehmer eher bereit ihr berufliches Glück in einem anderen Land zu suchen. Allein in Belgien (33%), den USA (30%) und Schweden (30%) ist die Bereitschaft der Befragten im Ausland zu arbeiten noch geringer als in Deutschland.

Bessere Bezahlung als Beweggrund ins Ausland zu gehen

Eine bessere Bezahlung (38%), bessere Wohnverhältnisse (28%) und die Möglichkeit Erfahrungen im Ausland zu sammeln, um die Karriere zu fördern (27%), sind bei den Befragten weltweit die Top-Gründe, um einen Job im Ausland anzutreten.
Aber auch der Arbeitgeber könnte den Kandidaten die Entscheidung für einen Auslandsjob schmackhafter machen. Sieben von zehn Befragten weltweit (69%) würden einen Job in einem anderen Land eher annehmen, wenn sie die Garantie hätten, nach zwei Jahren zu ihrem alten Arbeitsplatz zurückkehren könnten. Zwei Karten für den Hin- und Rückflug, um die Heimat zu besuchen (65%) und eine Lohnerhöhung von zehn Prozent (64%) wären ebenfalls Anreize für die Umfrageteilnehmer.
Für die deutschen Arbeitnehmer wäre die Möglichkeit zur Rückkehr in den alten Job nach zwei Jahren ebenfalls der größte Anreiz ins Ausland zu gehen (60%). Die Tickets zum Besuch der Heimat würden nur jeden zweiten Deutschen einen Anreiz geben, einen Auslandsjob anzunehmen. Auch eine Lohnerhöhung von zehn Prozent würde nur 48 Prozent der Deutschen überzeugen.

Jeder zweite Deutsche würde in eine andere Stadt ziehen

Mit dem Umzug in eine andere Stadt, für mindestens zwei Jahre und eine Gehaltserhöhung von zehn Prozent, kann sich hingegen immerhin jeder zweite Deutsche (51%) anfreunden. Trotzdem sind die Deutschen im globalen Ranking auch hier an hinterer Stelle. Die Brasilianer (84%), Südkoreaner (77%), Mexikaner (74%) und Inder (74%) zeigen eine größere Bereitschaft wegen des Arbeitsplatzes in eine andere Stadt zu ziehen. Nur in Großbritannien (50%), Belgien (48%) und Schweden (39%) sind die Befragten weniger motiviert umzuziehen als die Deutschen.

Die Gründe für den Umzug in eine andere Stadt gleichen den Gründen für die Annahme eines Jobs im Ausland. 49 Prozent der Befragten weltweit gaben an, dass eine höhere Bezahlung ausschlaggebend für einen Umzug wäre, ebenso wie die Verbesserung des Lebensstandards (32%) und bessere Wohnverhältnisse (29%).

PI Chart Auslandsjob
Chart Auslandsjob

Steckbrief

Diese Ergebnisse stammen aus einer Ipsos-Umfrage, die zwischen dem 5. und 15. August 2011 in 24 Ländern im Auftrag vom Canadian Employee Relocation Council durchgeführt wurde. Die teilnehmenden Länder waren Argentinien, Australien, Brasilien, Kanada, China, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Ungarn, Italien, Indonesien, Indien, Japan, Mexiko, Polen, Russland, Saudi Arabien, Südafrika, Südkorea, Spanien, Schweden, Türkei und die USA. Für die Studie wurde eine internationale Stichprobe von Erwachsenen in den USA und Kanada zwischen 16 und 64 Jahren, in allen anderen Ländern zwischen 18 und 64 Jahren, gezogen. Die ungewichtete Basis der Befragten betrug 12.907 Arbeitnehmer von 19.271 Personen. Etwa 1000 Personen wurden pro Land befragt, mit Ausnahme von Argentinien, Indonesien, Mexiko, Polen, Saudi Arabien, Südafrika, Südkorea, Schweden, Russland und der Türkei, in der die Stichproben etwa bei 500 lagen.

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Manuela Schrödel
Manuela Schrödel
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