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Mehrheit der SPD- und CDU-Anhänger gegen Neuwahlen

Ipsos-Studie: Jeder Dritte sieht keinen Sieger der Koalitionsverhandlungen

Hamburg/Berlin, 12. Dezember 2013. Nach dem Abschluss der Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD schwebt weiterhin das Damoklesschwert des SPD-Mitgliederentscheids über der Großen Koalition. Am Samstag soll das Ergebnis verkündet werden. Eine aktuelle Umfrage mit dem Ipsos-Demokratiepuls beschäftigte sich aus diesem Anlass unter anderem mit der Einstellung der Deutschen zum Thema Neuwahlen. Vor allem die Anhänger der SPD lehnen Neuwahlen mit großer Mehrheit ab (60%). Jeder zweite Unions-Anhänger (50%) ist ebenfalls gegen einen neuen Urnengang.

Nur  38 Prozent der CDU-Sympathisanten und 35 Prozent der SPD-Anhänger würden baldige Neuwahlen begrüßen. Insgesamt sind die Deutschen eher unschlüssig bezüglich dieser Frage. 43 Prozent würden nach einer Absage durch das SPD-Mitgliedervotum Neuwahlen befürworten,  ebenso viele (41%) stehen dem ablehnend gegenüber. 16 Prozent sind sich unsicher oder mochten hierzu keine Angaben machen.

Mehrheit sieht keinen klaren Sieger bei den Koalitionsverhandlungen

Bei der Frage, welche Partei sich bei den Koalitionsverhandlungen stärker durchgesetzt hat, sehen die Befragten keinen klaren Sieger. Jeder Dritte (35%) ist der Meinung, dass sich alle drei Parteien gleichermaßen durchgesetzt haben. Jeweils rund 20 Prozent sehen die CDU und die SPD als Gewinner. Nur 8 Prozent glaube, dass sich die Christsozialen mit ihren Positionen am stärksten durchgesetzt haben.

Auch die Anhänger von Union (42%) und SPD (35%) sind mehrheitlich der Meinung, dass alle Parteien ihre Positionen in die Koalitionsverhandlungen einbringen konnten. Nur 21 Prozent der SPD-Wähler sehen ihre Partei als Sieger. Interessanterweise hält auch jeder vierte (24%) der Unions-Wähler die SPD für den Gewinner der Koalitionsverhandlungen. Jeweils rund 15 Prozent der SPD und  der Unions-Wähler sehen die Christdemokraten als Sieger. Unterschiedlich ist die Wahrnehmung der CSU: 14 Prozent der SPD- und 7 Prozent der Unions-Wähler sehen die Christsozialen als Gewinner aus den langwierigen Verhandlungen gehen.

Sonntagsfrage

Unsere Projektion zeigt wenig Veränderung in den Wahlabsichten der Deutschen. Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, würden CDU/CSU 42 Prozent (+1%) und die SPD unverändert 26 Prozent der Stimmen erhalten. Die Linke kann sich leicht um einen Prozentpunkt verbessern (10%). Grüne (9%) und Piraten (1%) bleiben in der Gunst der Wähler unverändert, während sich die FDP mit 3 Prozent weiter auf Talfahrt befindet (-1%). Die Alternative für Deutschland verliert ebenfalls einen Prozentpunkt (5%). Die sonstigen Parteien kämen zusammen auf vier Prozent.

Steckbrief

Stichprobe: N = 590 im Zeitraum vom 25.11. bis 08.12.13 (Sonntagsfrage N = 712).
Grundgesamtheit: Wahlberechtigte in Deutschland
Methode: Telefonische Befragung (CATI)

Über Ipsos

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