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Bei Grippemitteln wird nicht ausreichend auf Nebenwirkungen hingewiesen

Ipsos Studie: Kombinationspräparate sind bei Apothekern am beliebtesten

Hamburg 11. März 2014. Im Februar schickte Ipsos Loyalty Testkäufer in die Apotheken, um sich zum Thema Grippemittel beraten zu lassen. Ziel war es, mehr über das Verhalten der Apotheker und die Qualität der Beratung zu erfahren. Daher waren die geschulten Testkäufer natürlich inkognito unterwegs, also wie „normale“ Kunden. Es wurde simuliert, dass eine Grippe im Anmarsch ist und ein Mittel dagegen gewünscht wird. Ergebnis: Liebling der Apotheker sind Kombinationspräparate, denn bei sechs von zehn Käufen wurden diese Mittel empfohlen.

Kein eindeutiger Sieger unter den Kombinationspräparaten

Signifikante Unterschiede, welches Kombipräparat das Beste sei, gibt es nicht, jeder Apotheker hat offensichtlich seinen eigenen Favoriten. Bei diesem Produkt wurde ganz generell auf die gute und schnelle Linderung von Fieber und Schmerzen hingewiesen. Das wirft durchaus Fragen auf, denn die verschiedenen Präparate enthalten ganz unterschiedliche schmerzlindernde Wirkstoffe, wie z.B. Ibuprofen, ASS oder Paracetamol.

Markenpräparate werden seltener empfohlen als No-Name-Produkte

In jedem fünften Fall wurde ein günstiges No-Name-Schmerzmittel empfohlen. Markenpräparate im Bereich Schmerzmittel kommen nur auf 10 Prozent Empfehlungsquote. Für immerhin jeden zehnten Apotheker ist ein pflanzliches bzw. homöopathisches Mittel die erste Wahl bei Grippe.

Kaum Hinweise auf Neben- und Wechselwirkungen

Bei der Beratungsqualität zeigten sich deutliche Defizite: Nur bei jedem fünften Kauf wurde der Kunde auf Wechselwirkungen und Nebenwirkungen hingewiesen. Bei einem Viertel der Testkäufe wurde gefragt, ob chronische Krankheiten bestehen.

In Bezug auf die herannahende Grippe erkundigten sich 14 Prozent der Apotheker nicht nach den genauen Symptomen, sondern empfahlen gleich ein bestimmtes Grippemittel. In zehn Prozent der Testkäufe wurde auf die Frage, welche Mittel nicht eingenommen werden sollten, von Kombinationspräparten abgeraten, in 18  Prozent von Monopräparaten (nur Schmerzmittel).

Auf die Seriosität der Apotheken hat das allerdings keinen negativen Einfluss. Drei Viertel der Kunden waren von der Beratung in der Apotheke überzeugt und würden daher das empfohlene Mittel kaufen.

Kombipräparat
Beratung

Steckbrief

Diese Ergebnisse stammen aus einer Untersuchung, bei der im Februar 2014 von den Ipsos Mystery-Shoppern Beratungstests in 50 Apotheken, die bundesweit verteilt waren, durchgeführt wurden. 

Über Ipsos

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