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Geld, Sicherheit, Familie und soziale Kontakte. Der Wohlstand in Bayern hat viele Facetten

Hamburg, 22. Mai 2014. Der neue Bundesländervergleich des Nationale WohlstandsIndex (NAWI-D) des Markt- und Sozialforschungsinstituts Ipsos zeichnet das Bild eines äußerst wohlhabenden Freistaats. In drei der vier zugrundeliegenden Wohlstandsdimensionen erzielt Bayern Spitzenwerte. Bei der Dimension „ökonomischen Wohlstand“ liegt Bayern auf Platz 1, bei den Dimensionen „individueller“ und „gesellschaftlicher Wohlstand“ hinter dem Stadtstaat Hamburg jeweils auf Platz 2 und lediglich beim „ökologischen Wohlstand“ im Mittelfeld der 16 Bundesländer.

Sichere Arbeitsplätze, sicheres Einkommen und keine finanziellen Sorgen: Mehrheit der Bayern mit hohem ökonomischen Wohlstand


Um in Wohlstand zu leben, müssen für die Deutschen - und das sehen die Bayern nicht wesentlich anders – gewisse ökonomische Voraussetzungen erfüllt sein. Man darf keine finanziellen Sorgen haben, Arbeitsplatz und Einkommen müssen sicher sein und der Besitz von Eigentum gehört für viele auch dazu. „Für die Bayern sind diese Voraussetzungen für den ökonomischen Wohlstand unter allen Bundesbürgern insgesamt am besten erfüllt“, so Hans-Peter Drews, Leiter des NAWI-D Projektes bei Ipsos.

Knapp 60 Prozent der Bayern sehen ihren Arbeitsplatz bzw. ihr Einkommen als gesichert an. Ebenfalls knapp 60 Prozent haben Sicherheit durch Eigentum. Knapp 50 Prozent können bzw. haben für ihre Zukunft vorgesorgt und knapp 40 Prozent können sich ihre materiellen Wünsche erfüllen. Alle genannten Werte liegen um jeweils mehr als 10 Prozentpunkte über dem bundesdeutschen Durchschnitt.

Zusammengefasst erreicht Bayern im Ipsos NAWI-D mit einem Index von 54 den höchsten Wert aller Bundesländer beim ökonomischen Wohlstand.

Gute Freunde und ein guter Kontakt zur Familie – Bayern auch beim individuellen Wohlstand weit vorne dabei

In keinem anderen Bundesland sagen so viele Bewohner von sich, dass sie gute Freunde und soziale Kontakte haben wie im Freistaat (70%), und auch der Kontakt zur Familie ist lediglich im nördlichen Nachbarland Thüringen ausgeprägter. Zudem fühlen sich die Bayern auch frei in ihren Entscheidungen und mehr als die Hälfte sagen, dass sie dort leben, wo sie es möchten. Weitere beachtliche 61 Prozent sagen von sich selber, dass sie glücklich sind. Auch dies wiederum Werte, die sich im Vergleich der Bundesländer weit vorne wiederfinden. Diese Indikatoren wertet der Ipsos NAWI-D zusammengenommen als „individuellen Wohlstand“, bei dem die Bayern mit 55 Prozent lediglich dem Stadtstadt Hamburg den Vortritt lassen müssen.

Gesellschaftlicher Wohlstand: Die Bayern leben in einer freien Gesellschaft und in Frieden mit ihren Mitmenschen

Die Bayern lassen auch beim gesellschaftlichen Wohlstand fast alle anderen Bundesländer hinter sich. Auch hier wird der Index von 62 lediglich von Hamburg (63) knapp übertroffen. Die deutliche Mehrheit der Bewohner Bayerns gibt an, in Frieden mit ihren Mitmenschen zu leben(75%), ihre Meinung frei äußern zu können (69%) und Kontakt zu Menschen zu haben, denen es gut geht (62%). Bei allen drei Aspekten liegt Bayern unter den Top 3 im Vergleich der Bundesländer. Und knapp jeder dritte Bayer (31%) lebt in einer toleranten Welt. „Dieser Wert mag nicht hoch erscheinen, es ist aber der zweithöchste in Deutschland.“ so Hans-Peter Drews von Ipsos, „ und offen seine Meinung zu vertreten und gut mit den Mitmenschen auszukommen, ist für den Bayern offensichtlich kein Widerspruch“.

Beim ökologischen Wohlstand sind die Bayern mit einem Index von 28 nur Mittelmaß. Lediglich wenn es um das Nutzen erneuerbarer Energien geht, sind sie mit 21 Prozent das zweitstärkste Flächenland der Republik.

Bayern stärkstes Flächenland im NAWI-D

Im Gesamt NAWI-D, also dem Gesamtergebnis aus den vier Dimensionen individueller, gesellschaftlicher, ökonomischer und ökologischer Wohlstand, liegt Bayern mit einem Index von 53 auf einem hervorragenden zweiten Platz. Getrieben vom hohen ökonomischen Wohlstand (54%), aber auch individuellen (55%) und gesellschaftlichen (65%) Wohlstand, schaffen es die Bayern knapp hinter dem Stadtstaat Hamburg die Liste der Flächenländer anzuführen – und das mit deutlichem Abstand.

„Auch wenn in Bayern Wohlstand und Wohlergeben stärker als im Bundesschnitt von ökonomischen Größen bestimmt werden“, so abschließend Hans-Peter Drews, „ so stützen doch auch die bayerischen Ergebnisse das Konzept des NAWI-D von Ipsos. Das Vorgehen berücksichtigt Dimensionen, die für die Deutschen subjektiv gesehen wichtig sind und aggregiert die Meinung der Einzelnen zu umfassenden Wohlstands-Kenngrößen.“

Steckbrief

Seit Frühjahr 2012 konzipiert Ipsos Observer gemeinsam mit Zukunftsforscher Prof. Dr. Horst W. Opaschowski ein neues Wohlstandsbarometer als Basis für einen umfassenden Nationalen WohlstandsIndex für Deutschland (NAWI-D).

Basis: 16.000 Personen ab 14 Jahren, davon 2429 Befragte in Bayern.
Persönliche Omnibusbefragung mit CAPI – Computer Assisted Personal Interviewing.
Feldzeit: Juni 2012 bis März 2014.

Über Ipsos

Ipsos ist ein unabhängiges und innovatives Dienstleistungsunternehmen, das weltweit Services rund um die Markt- und Meinungsforschung anbietet. Um unseren Kunden bestmöglichen Service zu bieten, haben wir uns in sechs Forschungsbereichen spezialisiert. So bestimmen unsere engagierten Forscher Marktpotenziale, zeigen Markttrends, testen Produkte, Werbung und Dienstleistungen, erforschen die Wirkung von Medien und geben der öffentlichen Meinung eine Stimme. Und das in 86 Ländern auf allen Kontinenten. In Deutschland beschäftigen wir in unserem „Home of Researchers“ über 500 Mitarbeiter in Hamburg, Mölln, München, Frankfurt und Berlin.

Über Ipsos Observer

Für die Erhebungen zum Wohlstandsbarometer greift Ipsos Observer auf seinen eigenen bundesweiten Interviewerstab zurück, der erfahren in der Durchführung sozialwissenschaftlicher Studien mit anspruchsvollen Designs  ist. Die Datenerhebung erfolgt mittels persönlicher Interviews in den Zielhaushalten im Rahmen der wöchentlichen CAPI-Mehrthemenumfragen.

Berechnung der Wohlstandswirklichkeit im Ipsos NAWI-D.

Über bevölkerungsrepräsentative Vorbefragungen wurde eine Batterie von 30 Aussagen entwickelt, die das Thema Wohlstand aus Sicht der erwachsenen Wohnbevölkerung in Deutschland umfassend abdeckt. Diese 30 Aussagen wurden in einer wiederum bevölkerungsrepräsentativen Umfrage mittlerweile 16.000 Bundesbürgern ab 14 Jahren vorgelegt. Die Einstufung seitens der Befragten erfolgte anhand einer 10er-Skala, die von 1 = „trifft für mich überhaupt nicht zu“ bis 10 = „trifft auf mich voll und ganz zu“ reicht.

Sofern nicht anders aufgeführt, wird im Text auf die so genannten Top 3 - Werte bzw. deren Komplementärgröße zurückgriffen. Der Top 3 - Wert zu einer Aussage enthält somit die Skalenwerte 8, 9 und 10.  Dann wird die Aussage für den Befragten als ausreichend erfüllt angesehen. Bei den  Werten 1 – 7 wird sie als nicht ausreichend erfüllt angesehen.

In die Berechnung des NAWI-D fließen pro Wohlstandsdimension die drei für die Bürger relevantesten Aussagen ein. Die bei jeder dieser zwölf Aussagen gemessene Wohlstandswirklichkeit wird mit deren jeweiligen Bedeutung in Bezug gesetzt, d. h. gewichtet. Daraus werden für jede  Wohlstandsdimension als auch für den Wohlstand insgesamt der NAWI-D berechnet.

 

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