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Schlechte Zeit für Optimisten

Ipsos-Studie: Drei Viertel der Deutschen sehen Zukunft der Jugend pessimistisch

Hamburg, 15.08.2014 - War früher alles besser? Nur jeder vierte Deutschen glaubt, dass die heutige Jugend ein besseres Leben haben wird als ihre Eltern. Zu diesem Ergebnis kommt eine weltweite Online-Umfrage des Marktforschungsinstituts Ipsos.

Diese pessimistische Sicht auf die Zukunft herrscht vor allem in den westlich entwickelten Ländern vor.  In Großbritannien (20%), Schweden (19%),  den USA (19%), Spanien (16%) und Belgien (13%) sehen die Menschen die Lage für die jüngere Generation noch schwärzer als die Deutschen. Am pessimistischsten blicken die Franzosen auf die kommenden Jahre. Nur sieben Prozent glauben, dass die Jungen ein besseres Leben haben werden. In China (81%), Indien (49 %), Brasilien (45%), der Türkei (45%) und Russland (40%) blickt  der Großteil der Befragten hingegen optimistisch auf die Zukunft ihrer Kinder.

Nur drei von zehn jungen Deutschen glauben an ein besseres Leben

Die jüngere Generation der westlichen Länder teilt die negative Sicht der gesamten Bevölkerung.  Nur drei von zehn befragten Deutschen unter dreißig glauben, dass sie ein besseres Leben führen werden als ihre Eltern. Im Gesamtdurchschnitt der Deutschen denken immerhin vier von zehn Befragten, es besser zu haben als die Älteren. In China hingegen blicken 78 Prozent  der unter dreißigjährigen positiv in ihre Zukunft. Auch in Brasilien (49%), der Türkei (47%) und Indien (46%) überwiegt die Zahl der jungen Optimisten.

Vielleicht liegt es an der immer noch schwelenden Euro-Krise, doch die meisten jungen Negativdenker kommen aus Europa. Nur einer von zehn Belgiern  unter dreißig Jahren sieht sein Leben zukünftig in positiveren Bahnen verlaufen, als das seiner Eltern. Diese Sicht teilen sie mit den Franzosen (16%), Spaniern (16%), Italienern (21%) und Briten (22%).

Opfer für die nächste Generation?

Doch was muss getan werden, um der Jugend ein besseres Leben zu ermöglichen?
Nicht einmal jeder zehnte Deutsche ist der Meinung, dass die ältere Generation Opfer bringen sollte, um der jungen zu helfen. Damit liegen sie weit unter dem weltweiten Durchschnitt von 33 Prozent. Im Gegensatz dazu steht die türkische Bevölkerung. Sieben von zehn Befragten erwarten Aufopferung für die kommende Zeit ihrer Kinder. Auch die Inder (50%), Südafrikaner (44%) und Polen (43%) teilen diese Ansicht überwiegend.

 

Ipsos Global Trend Survey: End of Optimism

Steckbrief

Diese Ergebnisse stammen aus der Ipsos Global Trends Survey, die zwischen dem 3. und 17. September 2013 in 20 Ländern über das Ipsos Online Panel durchgeführt wurde. Die teilnehmenden Länder waren Argentinien, Australien, Belgien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Italien, Japan, Kanada, Polen, Russland, Schweden, Spanien, Südafrika, Südkorea, Türkei und die Vereinigten Staaten von Amerika. Für die Studie wurde eine internationale Stichprobe von 16.039 Erwachsenen in den USA und Kanada zwischen 18 und 64 Jahren, in allen anderen Ländern zwischen 16 und 64 Jahren, gezogen. In Deutschland wurden ungefähr 1.000 Erwachsene befragt.  

Über Ipsos

Ipsos ist ein unabhängiges und innovatives Dienstleistungsunternehmen, das weltweit Services rund um die Markt- und Meinungsforschung anbietet. Um unseren Kunden bestmöglichen Service zu bieten, haben wir uns in sechs Forschungsbereichen spezialisiert. So bestimmen unsere engagierten Forscher Marktpotenziale, zeigen Markttrends, testen Produkte, Werbung und Dienstleistungen, erforschen die Wirkung von Medien und geben der öffentlichen Meinung eine Stimme. Und das in 86 Ländern auf allen Kontinenten. In Deutschland beschäftigen wir in unserem „Home of Researchers“ über 500 Mitarbeiter in Hamburg, Mölln, München, Frankfurt und Berlin.

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