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Einstellungen und Meinungen zum Schwangerschaftsabbruch in Europa - Eine vergleichende Studie

Dr. Robert Grimm und Liane Stavenhagen, Ipsos Public Affairs, in Ipsos Whitepaper, 12/2016

Abtreibung ist und bleibt in vielen Ländern der Europäischen Union ein brisantes Thema. Generell verfolgt die EU die Maxime, sich möglichst wenig in soziale Fragen der Mitgliedsländer einzumischen, da oft mit Widerstand von den einzelnen Mitgliedsstaaten zu rechnen ist.

Beispielsweise hat Polen vor seinem Eintritt in die EU erklärt, dass seine Souveränität im Zusammenhang mit dem Abtreibungsrecht gewahrt bleiben muss.

Es gibt maßgeblich große Unterschiede in der Gesetzeslage zwischen den europäischen Mitgliedsstaaten. Schwangerschaftsabbrüche sind mehrheitlich legalisiert worden. In einigen Mitgliedsstaaten ist eine Abtreibung allerdings nur unter bestimmten Gegebenheiten, wie z.B. einer Vergewaltigung oder sehr hohen gesundheitlichen Risiken, straffrei durchführbar. Eine Ausnahme in Europa bildet Malta. Es ist das einzige Land, in dem Abtreibungen unter allen Umständen verboten sind.

Im Folgenden wird die Einstellung der Bevölkerung zur Abtreibung in den Länder Schweden, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Belgien, Spanien, Italien
und Polen näher betrachtet. Die Ergebnisse basieren auf einer bevölkerungsrepräsentativen Online-Befragung, die im Februar 2016 durchgeführt wurde. Wir haben
auch untersucht, inwiefern sich die aktuelle Gesetzeslage der jeweiligen Länder in den Einstellungen und Meinungen der Bevölkerung reflektiert. Die dargestellten
Grafiken zeigen die Ergebnisse der Online-Befragung und spiegeln die Meinungen und Einstellung der jeweiligen Landesbevölkerung insgesamt sowie separat nach
Altersgruppen, Geschlechter- und Familienstatus analysiert wider.

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